Frankfurter Landwirtschaftlicher Verein e.V. 2021 Impressum - Datenschutz
Veranstaltungen Die Jahreshauptversammlung 2021 wurde coronabedingt ins Sommerhalbjahr verschoben. Ein Termin steht noch nicht fest - wird aber rechtzeitig bekannt gegeben. Aktuell Die Videos „FLV-Versuchsfeld-Update“ vom 06.05.2021 finden sich in der Rubrik Versuchsfeld. Liebe Kolleginnen und Kollegen mittlerweile sind seit der letzten Nachricht auf diesem Wege vier Wochen vergangen und es wird Zeit, Sie über die Entwicklungen auf dem Versuchsfeld zu informieren. Beim Wetter brachte auch der März keine Abweichung von der bisherigen Situation: Wenn auch weniger Niederschläge, als im langjährigen Mittel fielen, so war er doch 0,9 Grad wärmer. Das lag vor allem an den warmen Tagen Ende des Monats. Die kühle bis kalte Witterung der ersten Aprilhälfte bremste die phänologische Entwicklung ordentlich. Sie brachte etwas Ruhe in die Feldarbeiten, wenn auch der starke Nordwind selbst beim Dünger streuen teilweise kritisch war. Winterraps: Der Winterraps entwickelte sich bei den warmen Temperaturen Ende März zügig. Die Knospen kamen zum Vorschein und die Rapsglanzkäfer waren auch da. So wurde am 31.3. eine Bekämpfung notwendig, die mit einer Wachstumsregulatorenbehandlung kombiniert wurde. Mit der bisher kalten Witterung und der nun beginnenden Blüte dürfte der Käfer kein Problem mehr darstellen. Die zweite N-Gabe wurde am 29.3. gegeben. Somit ist die Stickstoffdüngung abgeschlossen. Die Niederschläge am 5. und 10./11. April gewährleisten deren Wirkung. Vereinzelt sind struppige Pflanzen ohne Haupttrieb zu beobachten. Dies ist die Folge des Befalls mit dem schwarzen Kohltriebrüssler aus dem Herbst 2020. Die lang anhaltend warme Witterung machte die Kontrolle dieses Schädlings schwierig. Hier kann nur noch auf die Regenerationsfähigkeit der Pflanzen gehofft werden. Wintergerste: Die Wintergerste hat sich nach der ersten Düngergabe gut weiter entwickelt. Zurzeit befindet sie sich im Stadium 31/32. Am 14.03. wurde eine zweite N-Düngung in Höhe von 60 kg N/ha (KAS) gegeben, die nach den kommenden Niederschlägen die N-Versorgung der Pflanzen gewährleisten wird. Vereinzelt werden Zwergrost und aus dem Herbst verbliebenes Rhynchosporium gefunden. Die derzeitigen Witterungsbedingungen können die Infektionen fördern, deshalb muss die Entwicklung weiter intensiv beobachtet werden. Als nächste Maßnahme steht die Halmstabilisierung an. Mit der Kürzung der unteren Internodien wird die Halmbasis gestärkt. Bei der Auswahl der Mittel sind die Temperaturbedingungen in den kommenden Tagen zu beachten. Informieren Sie sich dazu bei der LLH, dem RP oder direkt bei den Herstellern. Winterweizen: Der Weizen hat, je nach Standort und Sorte, die Entwicklungsphasen 29 … 32 erreicht. Dabei spielt vor allem die Ausrichtung der Schläge eine Rolle. Die Versuche zum Rapsweizen, welche auf einem leicht nach Süden geneigten Acker „Kloppenheimer rechts“ stehen, sind deshalb deutlich weiter in der Entwicklung, als die Sortendemonstrationen auf dem Schlag „Landwehr“. Dieser Umstand kann bei den Feldarbeiten von Vorteil sein. Wegen des kalten, windigen Wetters konnten noch keine Maßnahmen zur Halmstabilisierung, auch nicht in den geplanten Versuchen, durchgeführt werden. Diese stehen in der kommenden Woche an. Die Stickstoffversorgung aus der ersten Düngung ist, wie Untersuchungen des Pflanzensaftes am 9. April zeigten, noch ausreichend. Die trockenen Bedingungen können aber genutzt werden, die Anschlussgabe auszubringen. Interessante Ergebnisse brachte der N-Test im Versuch verschiedener N-Strategien mit und ohne Latitude-Beizung. Der Versorgungsgrad der gebeizten Varianten lag im Mittel um 60 ppm NO3 (15%) höher als bei den ungebeizten Varianten. Hier wurde entschieden, die Anschlussgabe eine Woche später zu verabreichen. In den letzten beiden Jahren hat die Beizung mit Latitude keine signifikanten Unterschiede in Ertrag und Qualität bewirkt. Das lag wohl an den trockenen Bedingungen im Herbst. Die Bestände dieses Jahres hatten im Herbst mehr Feuchtigkeit zur Verfügung. Die Ergebnisse des N-Tests lassen hoffen, dass es in diesem Jahr anders werden kann. Es bleibt spannend … Den gleichen Eindruck wie die Latitude-Behandlung hinterlässt die Jumpstart- Beizung. (Verbesserung der Phosphatverfügbarkeit) Die Aussaat der Zuckerrübendemonstration erfolgte am 31. März unter sehr guten Bedingungen. Wollen wir hoffen, dass mit der Erwärmung ein gleichmäßiger Aufgang erfolgt. Getreide- und Blühsortiment am Radweg: Die Wintergetreide entwickeln sich gut und die am 24. März gesäten Sommergetreidearten sind aufgegangen. Am 15. April wurde mit der Aussaat der Zwischenfrüchte und Blühmischungen die Drillsaison abgeschlossen. Das war unser zweiter Überblick über den Stand der Kulturen und die Arbeiten in unserem Versuchsfeld. Für Auskünfte und individuelle Feldbegehungen steht Ihnen der Versuchsfeldleiter, Dr. Roßberg, unter der Rufnummer 0175 69 61 538 gern zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen: Frankfurter Landwirtschaftlicher Verein e.V. Versuchsfeldnachrichten 2021 Versuchsfeldnachrichten 01/2021 als Download Versuchsfeldnachrichten 02/2021 als Download Erntebericht 2020 Erntebericht 2020 vom 19.08.2020 Versuchsfeldnachrichten 2020 Mitteilung 4: 05.10.2020: Versuchsfeldnachrichten 04/2020 Mitteilung 4: 25.05.2020: Versuchsfeldnachrichten 03/2020 Mitteilung 3: 30.04.2020: Versuchsfeldnachrichten 02/2020 Mitteilung 2: 06.04.2020: Aktuelle Entwicklungen auf dem Versuchsfeld 01/2020 (pdf) Mitteilung 1: 18.03.2020: Getreide 2020: Herbizidmaßnahmen planen (pdf)
...aktiv für fortschrittliche Landwirte in der Region!
Aktu ell
Aktueller Jahresbericht 2019 / 2020
Veranstaltungen Die Jahreshauptversammlung 2021 wurde coronabedingt ins Sommerhalbjahr verschoben. Ein Termin steht noch nicht fest - wird aber rechtzeitig bekannt gegeben. Aktuell Die Videos „FLV-Versuchsfeld-Update“ vom 06.05.2021 finden sich in der Rubrik Versuchsfeld. Liebe Kolleginnen und Kollegen mittlerweile sind seit der letzten Nachricht auf diesem Wege vier Wochen vergangen und es wird Zeit, Sie über die Entwicklungen auf dem Versuchsfeld zu informieren. Beim Wetter brachte auch der März keine Abweichung von der bisherigen Situation: Wenn auch weniger Niederschläge, als im langjährigen Mittel fielen, so war er doch 0,9 Grad wärmer. Das lag vor allem an den warmen Tagen Ende des Monats. Die kühle bis kalte Witterung der ersten Aprilhälfte bremste die phänologische Entwicklung ordentlich. Sie brachte etwas Ruhe in die Feldarbeiten, wenn auch der starke Nordwind selbst beim Dünger streuen teilweise kritisch war. Winterraps: Der Winterraps entwickelte sich bei den warmen Temperaturen Ende März zügig. Die Knospen kamen zum Vorschein und die Rapsglanzkäfer waren auch da. So wurde am 31.3. eine Bekämpfung notwendig, die mit einer Wachstumsregulatorenbehandlung kombiniert wurde. Mit der bisher kalten Witterung und der nun beginnenden Blüte dürfte der Käfer kein Problem mehr darstellen. Die zweite N-Gabe wurde am 29.3. gegeben. Somit ist die Stickstoffdüngung abgeschlossen. Die Niederschläge am 5. und 10./11. April gewährleisten deren Wirkung. Vereinzelt sind struppige Pflanzen ohne Haupttrieb zu beobachten. Dies ist die Folge des Befalls mit dem schwarzen Kohltriebrüssler aus dem Herbst 2020. Die lang anhaltend warme Witterung machte die Kontrolle dieses Schädlings schwierig. Hier kann nur noch auf die Regenerationsfähigkeit der Pflanzen gehofft werden. Wintergerste: Die Wintergerste hat sich nach der ersten Düngergabe gut weiter entwickelt. Zurzeit befindet sie sich im Stadium 31/32. Am 14.03. wurde eine zweite N-Düngung in Höhe von 60 kg N/ha (KAS) gegeben, die nach den kommenden Niederschlägen die N-Versorgung der Pflanzen gewährleisten wird. Vereinzelt werden Zwergrost und aus dem Herbst verbliebenes Rhynchosporium gefunden. Die derzeitigen Witterungsbedingungen können die Infektionen fördern, deshalb muss die Entwicklung weiter intensiv beobachtet werden. Als nächste Maßnahme steht die Halmstabilisierung an. Mit der Kürzung der unteren Internodien wird die Halmbasis gestärkt. Bei der Auswahl der Mittel sind die Temperaturbedingungen in den kommenden Tagen zu beachten. Informieren Sie sich dazu bei der LLH, dem RP oder direkt bei den Herstellern. Winterweizen: Der Weizen hat, je nach Standort und Sorte, die Entwicklungsphasen 29 … 32 erreicht. Dabei spielt vor allem die Ausrichtung der Schläge eine Rolle. Die Versuche zum Rapsweizen, welche auf einem leicht nach Süden geneigten Acker „Kloppenheimer rechts“ stehen, sind deshalb deutlich weiter in der Entwicklung, als die Sortendemonstrationen auf dem Schlag „Landwehr“. Dieser Umstand kann bei den Feldarbeiten von Vorteil sein. Wegen des kalten, windigen Wetters konnten noch keine Maßnahmen zur Halmstabilisierung, auch nicht in den geplanten Versuchen, durchgeführt werden. Diese stehen in der kommenden Woche an. Die Stickstoffversorgung aus der ersten Düngung ist, wie Untersuchungen des Pflanzensaftes am 9. April zeigten, noch ausreichend. Die trockenen Bedingungen können aber genutzt werden, die Anschlussgabe auszubringen. Interessante Ergebnisse brachte der N-Test im Versuch verschiedener N-Strategien mit und ohne Latitude- Beizung. Der Versorgungsgrad der gebeizten Varianten lag im Mittel um 60 ppm NO3 (15%) höher als bei den ungebeizten Varianten. Hier wurde entschieden, die Anschlussgabe eine Woche später zu verabreichen. In den letzten beiden Jahren hat die Beizung mit Latitude keine signifikanten Unterschiede in Ertrag und Qualität bewirkt. Das lag wohl an den trockenen Bedingungen im Herbst. Die Bestände dieses Jahres hatten im Herbst mehr Feuchtigkeit zur Verfügung. Die Ergebnisse des N-Tests lassen hoffen, dass es in diesem Jahr anders werden kann. Es bleibt spannend … Den gleichen Eindruck wie die Latitude-Behandlung hinterlässt die Jumpstart-Beizung. (Verbesserung der Phosphatverfügbarkeit) Die Aussaat der Zuckerrübendemonstration erfolgte am 31. März unter sehr guten Bedingungen. Wollen wir hoffen, dass mit der Erwärmung ein gleichmäßiger Aufgang erfolgt. Getreide- und Blühsortiment am Radweg: Die Wintergetreide entwickeln sich gut und die am 24. März gesäten Sommergetreidearten sind aufgegangen. Am 15. April wurde mit der Aussaat der Zwischenfrüchte und Blühmischungen die Drillsaison abgeschlossen. Das war unser zweiter Überblick über den Stand der Kulturen und die Arbeiten in unserem Versuchsfeld. Für Auskünfte und individuelle Feldbegehungen steht Ihnen der Versuchsfeldleiter, Dr. Roßberg, unter der Rufnummer 0175 69 61 538 gern zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen: Frankfurter Landwirtschaftlicher Verein e.V. Versuchsfeldnachrichten 2021 Versuchsfeldnachrichten 01/2021 als Download Versuchsfeldnachrichten 02/2021 als Download Erntebericht 2020 Erntebericht 2020 vom 19.08.2020 Versuchsfeldnachrichten 2020 Mitteilung 4: 05.10.2020: Versuchsfeldnachrichten 04/2020 Mitteilung 4: 25.05.2020: Versuchsfeldnachrichten 03/2020 Mitteilung 3: 30.04.2020: Versuchsfeldnachrichten 02/2020 Mitteilung 2: 06.04.2020: Aktuelle Entwicklungen auf dem Versuchsfeld 01/2020 (pdf) Mitteilung 1: 18.03.2020: Getreide 2020: Herbizidmaßnahmen planen (pdf)
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