Frankfurter Landwirtschaftlicher Verein e.V.
Zukunft braucht Herkunft - Die Geschichte des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereins e.V. Am 28. Januar 1860 fand in Gegenwart von 49 Mitgliedern die erste Generalversammlung statt. In den ersten Jahrzehnten seines Bestehens hat sich der Landwirtschaftliche Verein nicht nur mit Fragen beschäftigt, die von Bedeutung für die Landwirtschaft von Frankfurt und seiner Umgebung waren, sondern auch mit solchen, die Stadtbewohner betrafen und interessierten. Es handelte sich dabei unter anderem um die Konsolidation der Felder, Vogelschutz, Wollmärkte, Errichtung einer Zuckerfabrik, Obstbaufragen, um Schlachtviehausstellungen, um Mehl-, Schlacht- und Branntweinsteuer, Feldpolizei, Kanalisation sowie Verwertung von Dung und Exkrementen. Insbesondere engagierte sich der Verein bei der Organisation von Messen und Ausstellungen. Es wurden Schlachtviehausstellungen, Molkereiausstellungen, Wollmärkte, Maschinenausstellungen für Land-, Garten- und Hauswirtschaft, Preishufbeschlagen, Saatgutmärkte und Reiterfeste in einer eigens erbauten landwirtschaftlichen Halle durchgeführt. 1887 fand die erste Ausstellung der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) auf Initiative von Max Eyth auf dem Vereinsgelände und mit finanzieller und personeller Unterstützung des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereins statt.   Eine der bekanntesten Einrichtungen, die der Verein nach seiner Gründung wiederbelebte, waren die Frankfurter Pferdemärkte, deren Geschichte Alexander Dietz beschrieben hat. Darin heißt es: „Es ist das große Verdienst des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereins, den seit den Zeiten des Kaisers Ludwigs des Bayern, ca. 1300, berühmtesten deutschen Pferdemarkt nach langem Schlummer in den Tagen vom 7. bis 9. April 1862 an seiner alten Stelle auf dem Frankfurter Roßmarkt wieder ins Leben gerufen zu haben.“ 1200 Pferde zählte der erste Markt, und 1863 waren 1763 Pferde aufgetrieben. Ab 1864 wurde mit dem Markt eine große Lotterie verbunden, deren Ziehungen für Frankfurt und seine Bürger in späteren Jahren immer ein großes Fest gewesen ist. Die Pferdemärkte, die später auf das Vereinsgelände am Ostendplatz verlegt wurden, ruhten seit 1939, wurden jedoch 1949 wieder abgehalten. Nach anfänglichen großen Erfolgen – 1950 beispielsweise wurden über 1 250 Pferde aufgetrieben und rund 3 500 Besucher gezählt – gingen nicht zuletzt durch den zunehmenden Ersatz von Zug- und Arbeitspferden durch Motorkraft die Auftriebs- und Besucherzahlen ständig zurück. So sah sich der Landwirtschaftliche Verein genötigt, die Pferdemärkte Anfang 1956 einzustellen. Anfang des 20. Jahrhunderts fanden jährlich im Januar mehrtägige Vortragsveranstaltungen im Frankfurter Römer statt, zu denen Fachleute aus dem Reichsgebiet verpflichtet wurden. Der Verein wendete sich auch der praktischen Versuchstätigkeit im Interesse seiner Mitglieder zu und schuf Ende der 1920er Jahre auf dem Praunheimer Hof im Nordwesten Frankfurts ein Versuchsfeld. Am 2. März 1934 wurde der Verein in den Reichsnährstand eingegliedert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Verein von engagierten Frankfurter Landwirten wieder gegründet und am 29. Juli 1947 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen. Das vereinseigene Grundstück an der Ostendstraße wurde dem Verein 1949 zurückgegeben. Durch die einschneidenden Veränderungen in der Landwirtschaft bestimmten bei den Vereinsveranstaltungen neben den fachlichen Aspekten, auch die Deutsche Agrarpolitik und Vermarktungs-, Steuer- , und Sozialfragen das Vereinsgeschehen. 1986 wurde das Gelände an der Ostendstraße verkauft. Seit 1994 dient ein Anbau an die Gaststätte "Zum Lahmen Esel" als Vereinssitz.
Aus der Geschichte... 
Der Frankfurter Landwirtschaftliche Verein e.V. blickt auf eine über 150-jährige bewegte Geschichte zurück. Lesen Sie hier die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Eineinhalb Jahrhunderte.  
...aktiv für fortschrittliche Landwirte in der Region!